Israelischer Journalist für Mengele-Recherche geehrt

Der israelische Journalist Ronen Bergman hat den Sokolov-Preis in Tel Aviv erhalten. Die seit 1965 vergebene Ehrung ist von seiner Wichtigkeit in Israel vergleichbar mit dem amerikanischen Pulitzer-Preis. Bergman bekam die Auszeichnung unter anderem für seine Recherche zur Jagd des israelischen Geheimdienstes auf den KZ-Arzt Josef Mengele und zur U-Boot-Affäre um Premierminister Benjamin Netanjahu. Der 45-jährige Journalist, der in Israel hauptsächlich für die Tageszeitung Yediot Aharonot schreibt, besitzt internationales Renommee. Seine Titelgeschichte um erstmals aufgearbeitete Mossad-Akten zur Jagd auf den KZ-Arzt Josef Mengele erschien in diesem Jahr auch in der New York Times und in der deutschen Wochenzeitung Die Zeit. Weiter war er an der Recherche um die U-Boot-Affäre beteiligt, bei der es um eine Wirtschaftsabmachung zwischen Deutschland und Israel ging. Die Korruptionsvorwürfe betrafen Mitarbeiter aus dem engsten Kreis des israelischen Premierministers Netanjahu. Auch deckte Bergman eine Liste von KGB-Agenten auf, die in Israel palästinensische Terrorzellen unterstützten, um die zionistische Bewegung zu stoppen. In einem anderen Artikel förderte der Journalist Zeugnisse israelischer Elitesoldaten zutage, die in der „Operation Entebbe“ an der Befreiung von Passagieren einer Air-France-Maschine beteiligt waren. Das Flugzeug war im Jahr 1976 von zwei Terroristen der „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ (PFLP) entführt worden. „Wir überreichen den Preis Bergman für seine Entschlossenheit aufzudecken, seine Fähigkeit zu erklären, für seinen gezeigten Mut gegenüber denjenigen, die ihn zum Schweigen bringen wollen“, sagte die Juryvorsitzende Ilana Dajan. (Israelnetz) TS

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