Jerusalems Niedergang unter den Babyloniern

Neue Funde belegen den Wohlstand Jerusalems als Hauptstadt des Königreichs Juda und zeigen den Niedergang der Stadt unter den Babyloniern. 2.500 Jahre nach der Zerstörung des ersten jüdischen Tempels durch die Babylonier werden in Anlagen, die älter als 2.600 Jahre sind, noch immer Belege aus dieser Zeit gefunden: Zwischen den Steinstrukturen, die durch viele Schichten Stein und Geröll bedeckt waren, wurden verkohltes Holz, Traubensamen, Töpferwaren, Vorratsgefäße, Fischgräten und Kunstwerke entdeckt. Auf mehreren Vorratsgefäßen sind Rosetten-Siegel

zu sehen, die bis zum Ende der Periode des Ersten Tempels gebräuchlich waren. Diese Siegel wurden im Verwaltungssystem gegen Ende der jüdischen Dynastie für die Überwachung, die Vermarktung und die Lagerung der Ernteerträge verwendet. Wie die Grabungsleiter, Ortal Chalaf und Dr. Joe Uziel, erklären, zeigen die Ausgrabungen, dass Jerusalem sich bereits vor der Zerstörung außerhalb der Stadtwälle ausgebreitet hatte. Neben Alltagsgegenständen fand man auch kostbare ornamentale Artefakte, wie beispielsweise die kleine Elfenbeinstatue einer Frau. Die Figur ist nackt. Ihr Haar ist ägyptisch im Stil. Die Qualität der Schnitzerei bezeugt das hohe Können und die Geschicklichkeit der Künstler dieser Zeit.
(ToI, youtube, fokusjerusalem, united) KR TS

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