Christenverfolgung in Palästinensergebieten

Innerhalb weniger Wochen sind mindestens vier Angriffe auf christliche Einrichtungen verübt worden. Am Donnerstag wurde in die anglikanische Kirche in Aboud in der Nähe von Ramallah eingebrochen. Dabei wurden wertvolles Eigentum, sowie religiöse Gegenstände gestohlen. Auch in das Kloster St. Charbel in Bethlehem wurde vergangene Woche eingebrochen – zum sechsten Mal innerhalb eines Jahres. Vergangenen Monat wurden Einwohner der christlichen Stadt Jifnah von Fatah-Aktivisten gewaltsam angegriffen. Es sollen Schüsse gefallen sein. Zuvor hatte sich eine Christin bei der Polizei über den Sohn eines hochrangigen Fatah-Beamten beschwert. Die Christen wurden dazu gezwungen, eine Art Schutzgeld zu bezahlen: Die Jizyah ist eine jährliche Pro-Kopf-Steuer, die nach islamischem Recht bei nicht-muslimische Personen mit Wohnsitz in muslimischen Ländern erhoben wird. Sie gilt als Beweis für die Unterordnung der Nicht-Muslime unter den muslimischen Staat und seine Gesetze. Außerdem wurden die Räume des Christlichen Senders Daystar bei Abu Tor in Jerusalem durch Brandstiftung völlig zerstört. Das Studio wurde seit mehr als einem Jahr umfassend renoviert. Am 1. Juni wollte man die Neueinweihung feiern. Jetzt muss die Veranstaltung verschoben werden. Laut einer neuen Statistik des Muslimisch-Christlichen Rats in Jerusalem soll mittlerweile nur noch 1% der Bevölkerung in den Palästinensischen Autonomiegebieten christlich sein. Viele junge christliche Frauen sollen angegriffen worden sein, außerdem soll Landbesitz von Christen in großem Stil beschlagnahmt worden sein. Zehntausende Christen haben palästinensische Gebiete wegen religiöser Verfolgung bereits verlassen und sind ins Ausland abgewandert. (fokusjerusalem, jpost) EL

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