Die Ursprünge der mediterranen Küche liegen im Jordantal

Die ausgewogene mediterrane Küche ist wohl mindestens 7.000 Jahre alt. Ausgrabungen in Tel Tzaf am Jordan haben Überreste von Nahrungsmitteln zu Tage gefördert, die vor allem aus Bohnen, Oliven, Weizen, Gerste und Fleisch von domestizierten Tieren bestand. Entdeckt wurde unter anderem ein vollständiges Schweineskelett in einer ehemaligen Feuerstelle. Prof. Danny Rosenberg von der Universität Haifa zufolge könnte diese “Grillparty” ein Hinweis auf gemeinschaftliche Feste sein. Der Aufstieg der mediterranen Ernährung, so Rosenberg, falle mit einer neuen Siedlungsgruppe und mit dem Ende der Jägergesellschaft zusammen. “Tausend Jahre zuvor ist das Fleisch erlegter Tiere noch eine Hauptkomponente der Ernährung unserer Vorfahren”, so Rosenberg. “Hier in Tel Tzaf haben wir den Moment von vor 7.500 Jahren entdeckt, als in den wachsenden ländlichen Gemeinden das Jagen verschwindet – kurz vor dem Aufstieg der größten Kulturen in der Region.” Die Forscher haben fast keine Überreste von Fleisch gejagter Tiere gefunden. Stattdessen fanden sie pflanzliche Spuren, darunter Olivenkerne, Weizen, Gerste und andere Getreidesorten. Die Siedlung in Tel Tzaf geht auf 5200 bis 4700 v.d.Z. zurück. Die gegenwärtigen Arbeiten begannen 2013 und sind Teil eines multidisziplinären Projektes des Zinman Instituts für Archäologie an der Universität Haifa und des Deutschen Archäologischen Institutes (DAI) unter der Leitung von Prof. Rosenberg und Dr. Florian Klimscha. (ToI) TS

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