Jordanien will mehr Wasser von Israel

Jordanien hat sich an Israel gewandt mit der Bitte, mehr Wasser zugeteilt zu bekommen. Die Bitte kam trotz der momentanen Spannungen zwischen den beiden Ländern wegen Land, das Israel im Rahmen des Friedensvertrages von Jordanien gepachtet hatte und das Jordanien nun für sich beansprucht. Eine Klausel des Friedensabkommens ermöglicht es dem Königreich, die Verpachtung nicht zu verlängern. Die jährliche Wasserzuteilung für Jordanien ist im Friedensvertrag verankert. Dabei wird im Winter Wasser aus dem Yarmuk-Fluß in den (israelischen) See Genezareth geleitet, zwischengelagert und im Sommer wieder nach Jordanien gepumpt. Eine Delegation hochrangiger Beamter aus Jordanien ist in Israel eingetroffen und hat den See Genezareth besucht, um eine Vergrößerung der Wasserzuteilung zu beantragen. Jordanien leidet unter einer extremen Dürre, wie Israel auch. Der jordanische Außenminister Ayman Safadi hatte schon Ende Oktober bekräftigt, dass sein Land trotz des Endes der Verpachtung dem Friedensvertrag weiterhin verpflichtet sei. Die betroffenen Gebiete sind im Friedensvertrag als jordanisches Hoheitsgebiet anerkannt worden und ermöglichten Israelis, das Land frei zu betreten und zu bebauen, für eine befristete Zeit von 25 Jahren. Ob der jordanische Antrag für mehr Wasser sich nun auf die Frage um die verpachteten Gebiete auswirkt, wird sich zeigen. Der Antrag wurde an den israelischen Minister für Infrastruktur, Juval Steinitz, weitergegeben, der darüber zu entscheiden hat. (Israelheute, medialine) TS

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