Jordanien will verpachtetes Land zurück

Jordaniens König Abdullah will einen Pachtvertrag mit Israel nach 25 Jahren nicht verlängern und damit Teile des Grenzgebietes zwischen beiden Staaten wieder nach Jordanien holen. Jordanien wolle so wieder die gesamte Souveränität über die Gebiete Al-Bakura und Al-Ghamr (hebräisch: Naharajim und Zofar) erlangen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Petra den jordanischen König. Die beiden Orte seien immer von hoher Wichtigkeit für Jordanien gewesen. Im Rahmen des Friedensvertrages von 1994 hatte Jordanien die Grenzgebiete für 25 Jahre an Israel verpachtet. Jordanien hatte nach Ägypten ein Friedensabkommen mit Israel abgeschlossen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte, Jordanien habe Israel über den Schritt informiert. “Wir werden Verhandlungen (mit Jordanien) aufnehmen über die Möglichkeit, die bestehende Regelung zu verlängern.” Seit der Unterzeichnung dieses Friedensvertrages zwischen Israel und Jordanien im Jahre 1994 ist es an der Grenze zwischen den beiden Staaten überwiegend friedlich. Im März 1997 wurden sieben israelische Schülerinnen getötet, als ein geistig verwirrter jordanischer Soldat in der Enklave Naharajim im Jordan-Tal das Feuer auf Schüler eröffnete. Zuletzt war in Jordanien der Druck auf die Regierung gestiegen, den Friedensvertrag mit Israel auszusetzen. (NTV, haaretz, DW) TS

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