Österreichs Kanzler Kurz kommt im Juni nach Israel

Als Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sich im Februar am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz trafen, war es alles andere als klar, dass Kurz schon bald Israel eine Visite abstatten würde. Anfang Juni soll es so weit sein. Der Grund, weshalb ein Israelbesuch des erst 31-jährigen Wiener Kanzlers nicht unbedingt eine selbstverständliche Routine ist, liegt für Israel in der Tatsache begründet, dass Sebastian Kurz seine Regierungskoalition mit der rechtsextremen Österreichischen Freiheitspartei gebildet und deren Vorsitzenden Heinz-Christian Strache zum Vizekanzler gemacht hat. Kritiker der FPÖ behaupten, die Partei habe sich trotz gegenteiliger Beteuerungen nie von ihren antisemitischen und Nazi-Wurzeln entfernt. In den letzten Jahren versuchte Strache bewusst, sich als Freund Israels zu porträtieren. So befürwortete er die Verlegung der österreichischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem und unterstützte auch den Siedlungsbau in der Westbank. Im jüdischen Volk hat man aber nicht vergessen, dass der gleiche Heinz-Christian Strache auf seiner Facebook-Seite eine antisemitische Karikatur postierte und auf einem seiner Kampagnenplakaten von einem Slogan mit Nazi-Konzepten Gebrauch gemacht hat. (Tachles) TS

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