Tauwetter mit arabischen Ländern?

Mehrere muslimische Staaten pflegen neuerdings Kontakt mit Israel. Oman habe Israel das Überflugrecht gewährt, erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu diese Woche. Es ist eine Errungenschaft von symbolischer Bedeutung. Solange israelische Flugzeuge nicht auch Saudi-Arabien überfliegen dürfen, bleibt das Zugeständnis ohne Folgen. Der Premier deutete an, dass israelische Fluggesellschaften bald auch über den Sudan fliegen dürfen. Derzeit ist diesen erlaubt, Ägypten, den Tschad und Nigeria zu überfliegen. Käme der Sudan hinzu, könnten israelische Airlines Non-Stop-Flüge nach Südamerika anbieten. Das reiht sich in eine ganze Serie diplomatischer Erfolge, die Israels Premier in der muslimischen Welt verbuchen konnte. Im November kam Idriss Débys aus Tschad zu einem ersten offiziellen Besuch seit Israels Staatsgründung nach Jerusalem. Tschad ist ein arabischsprechender, mehrheitlich muslimischer Staat in Afrika. Ende Oktober wurde Israels Premier in Oman empfangen – es war das erste Mal seit 20 Jahren, dass ein israelischer Premier offiziell Muskat besuchen durfte. Kurz darauf landete Transportminister Israel Katz im Sultanat und stellte auf einer internationalen Konferenz seinen Plan vor, den Persischen Golf und Israel mit einer Hochgeschwindigkeits-Bahntrasse zu verbinden. Wenig später flog Israels Kommunikationsminister Ajub Kara nach Dubai. Israels Wirtschaftsminister Eli Cohen soll für Anfang 2019 zu einer internationalen Konferenz in Bahrain eingeladen worden sein, um die technologische Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten zu fördern. Seit Monaten kooperieren Israel und Katar, um die Lage im Gazastreifen zu beruhigen. Israels Konflikt mit den Palästinensern oder gar die von der EU so heftig kritisierte Siedlungspolitik rückt dabei in den Hintergrund. Nicht nur die Furcht vor Teheran bringt arabische Staaten Israel näher, sondern auch die neue US-Administration. (audiatur, israelnetz, israelheute,memri) TS

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