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SUMMARY:Christentum und Antisemitismus
DESCRIPTION:Passionsspiele\, die ohne christlichen Antijudaismus auskommen\
 , die Plakat- und Social Media-Kampagne #beziehungsweise der Evangelischen
  und Katholischen Kirche\, die Berührungspunkte zwischen Judentum und Chr
 istentum betonen soll und Antisemitismusbeauftragte in beiden Kirchen: Im 
 jüdisch-christlichen Dialog hat sich einiges getan. „Man musste wirklic
 h von vorne anfangen\, konnte nichts voraussetzen“\, sagte der Begründe
 r des jüdisch-christlichen Dialogs in Deutschland und Namenspatron von EL
 ES\, Ernst Ludwig Ehrlich\, einst über die Anfänge der Dialogarbeit in d
 en 1950er Jahren. Dieser Dialog war vielfach von antisemitischen und antij
 udaistischen Ressentiments und Abwehrreaktionen seitens der Kirchen geprä
 gt. Judenfeindliche Topoi waren und sind integrale Bestandteile der christ
 lichen Religions- und Geistesgeschichte\, die bis heute in Kirchengebäude
 n anzutreffen sind\, z. B. in Form der „Judensau“ und dem Figurenpaar 
 Ecclesia und Synagoga.\nDer christliche Antijudaismus\, der die Grundlagen
  für den Antisemitismus der Nationalsozialist*innen mit bereitete\, wirkt
  auch gegenwärtig. So ist die nationalkonservative Wochenzeitung Junge Fr
 eiheit mit den traditionalistischen Strömungen innerhalb beider Kirchen v
 erbunden\, und bemüht schon seit Jahrzehnten einen nationalistisch grundi
 erten\, christlichen Antisemitismus. Rechtsextremist*innen und Vertreter*i
 nnen von Verschwörungsmythen schöpfen moderne antisemitische Narrative a
 us dem Fundus christlicher Texte. Die Verbindungen zwischen christlichen K
 irchen und der AfD sorgen weiter für Diskussionen. Bei antisemitischen Vo
 rfällen und insbesondere\, wenn es um israelbezogenen Antisemitismus geht
 \, reagieren Kirchenvertreter*innen häufig zögerlich. Wie offen sind die
  traditionalistischen Strömungen innerhalb der Kirchen für nationalkonse
 rvative Allianzen? Wird die Wirkung\, die die antijudaistischen Passagen i
 nnerhalb der christlichen Texte haben\, unterschätzt? Welche Rolle könne
 n die Kirchen bei der Bekämpfung von Verschwörungsmythen leisten\, die a
 uf christliche Narrative zurückgehen?​\nUnsere Gäste:\nDr. Claudia Lü
 cking-Michel ist katholische Theologin. Von 2004 bis 2013 war sie die Gene
 ralsekretärin des Cusanuswerks. Sie ist Vizepräsidentin des Zentralkomit
 ees der deutschen Katholiken. Zudem ist Dr. Lücking-Michel als Geschäfts
 führerin von AGIAMONDO e. V. tätig. AGIAMONDO ist der staatlich anerkann
 te\, katholische Personaldienst in Deutschland. Von 2013 bis 2017 war Dr. 
 Lücking-Michel Mitglied des deutschen Bundestags\, für den sie in diesem
  Jahr erneut kandidiert.\nFriederike Faß studierte Diplom-Pädagogik mit 
 Schwerpunkt Sondererziehung und Rehabilitation. Seit 1999 widmet sie sich 
 der evangelischen Begabtenförderung im Evangelischen Studienwerk Villigst
  e.V.\, dem sie seit 2011 als Leiterin vorsteht. Frau Faß ist Mitglied in
  der Präsidialversammlung und im Landesausschuss von Westfalen für den D
 eutschen Evangelischen Kirchentag sowie im Gemeinsamen Präsidium für den
  Ökumenischen Kirchentag. Sie engagiert sich zudem seit vielen Jahren in 
 der evangelischen Jugend- und Konfirmand*innenarbeit. Darüber hinaus ist 
 sie als Prädikantin in der Evangelischen Kirche von Westfalen aktiv.\nAo.
  Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Treitler war als Religionslehrer an einem Wiener
  Gymnasium tätig. Kurz darauf übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Pä
 dagogischen Akademie / Pädagogischen Hochschule in Krems/Donau. 1998 habi
 litierte er im Fach Fundamentaltheologie an der Universität Wien. Treitle
 r studierte zudem Judaistische Studien. 2018 wurde er Vizestudienprogramml
 eiter\, seit 2020 ist er Vizedekan und Studienprogrammleiter der Katholisc
 h-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seine Bibliographie umfas
 st über 300 Publikationen aus dem Bereich jüdischer Literatur des 20. Jh
 dts. sowie zu jüdisch-christlichen Themen und zum sexuellen Missbrauch.\n
 Prof. Dr. Micha Brumlik ist Erziehungswissenschaftler\, Publizist und Mitg
 lied des ELES-Beirats. Nach einem Studium der Pädagogik und Philosophie i
 n Jerusalem und Frankfurt am Main war er wissenschaftlicher Assistent der 
 Pädagogik in Göttingen und Mainz\, danach Assistenzprofessor in Hamburg.
  Von 2000 bis 2013 war Brumlik Professor am Institut für Allgemeine Erzie
 hungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Mai
 n mit dem Schwerpunkt „Theorie der Erziehung und Bildung". Daneben leite
 te er von 2000 bis 2005 als Direktor das Fritz Bauer Institut in Frankfurt
  am Main.\nEine Veranstaltung im Rahmen des ELES-Programms „Nie wieder!?
  Gemeinsam gegen Antisemitismus &amp\; für eine plurale Gesellschaft“.\
 nhttps://gemeinsam-gegen-antisemitismus.de/\n#niewieder #Christentum #Anti
 semitismus #ELES\nSIEHE AUCH: https://www.facebook.com/events/155591903313
 739/?ref=newsfeed
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