Lars Rensmann: Israelbezogener Antisemitismus

Lars Rensmann: Israelbezogener Antisemitismus

Lars Rensmann: Israelbezogener Antisemitismus

Datum/Zeit

07.04.2021
18:00 - 19:00




Beschreibung

Am Mittwoch, 7.4. geht die Reihe Gesellschaft & Antisemitismus des Jungen Forums der DIG Berlin und Brandenburg in Zusammenarbeit mit der Regionalgruppe der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) Berlin weiter. Wir laden ganz herzlich dazu ein:

7.4.2021 18 Uhr Online-Zoom-Veranstaltung
Israelbezogener Antisemitismus – Vortrag von Lars Rensmann
Antisemitismus ist, in seinen klassischen wie modernisierten Varianten, auf dem Vormarsch in den europäischen Gesellschaften und Öffentlichkeiten. Er manifestiert sich in politischen Bewegungen des Rechtsextremismus, des autoritären Populismus und des Islamismus genauso wie in grassierenden verschwörungsmythischen sozialen Medien-Diskursen und zunehmend in Debatten im Mainstream von Politik und Kultur.Dazu zählt, als wesentliche Ausdrucksform, die israelbezogene Judenfeindschaft, die projektiv antijüdische Stereotypen und Fantasien auf Israel als „Feind der Menschheit“, „Feind des Friedens“ und böswilligem „Aggressor“ überträgt. „Israelkritik“ ist dabei längst zu einer hegemonialen politischen Norm avanciert, die wesentlich zu einer Erosion der Diskursgrenzen, der Grenzen des Sagbaren, im Hinblick auf Antisemitismus beiträgt.
Der Vortrag analysiert Formen und Erscheinungsformen insbesondere des israelfeindlichen, antizionistischen Antisemitismus in der Gegenwart, seine Ursachen und Motive, und Strategien zu seiner Bekämpfung.
Prof. Dr. Lars Rensmann ist Professor für Europäische Politik und Gesellschaft an der Universität Groningen/Niederlande und Geschäftsführender Direktor des dortigen Fachbereichs Europäische Sprachen und Kulturen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Theorie, europäische und internationale Politik, sowie Populismus, Autoritarismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Von 2012 bis 2015 war er Associate Professor für politische Wissenschaft an der John Cabot University in Rom, und zuvor (2006-2012) DAAD Professor an der University of Michigan in Ann Arbor (USA), ehe er 2016 an die Universität Groningen berufen wurde.Rensmann ist Permanent Fellow am Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien und Mitglied des Herausgeberbeirates u.a. des International Journal of Political Theory, Antisemitism Studies, des Journal for the Study of Antisemitism, und der Zeitschrift PerspektivenDS. Zahlreiche Gastdozenturen hatte er u.a. in den USA, in Österreich und Israel.”
Zur Reihe:
Antisemitismus hat Konjunktur. Antisemitismus in unserer Gesellschaft ist allgegenwärtig und macht vor keiner Schicht halt. Die Erscheinungs- und Äußerungsformen mögen sich in Details unterscheiden, im Kern folgen sie aber doch dem gleichen Prinzip.In einem sind die Antisemiten sich einig: Antisemiten, das sind immer nur die anderen.Im Gegensatz dazu hat uns bei der Konzeption dieser Veranstaltungsreihe die Beobachtung geleitet, dass antisemitische Motive, Vorurteile und Denkstrukturen eben nicht verschwunden sind, sondern beständig und noch immer weit verbreitet sind.Das Junge Forum der DIG Berlin und Brandenburg und die Regionalgruppe Berlin-Brandenburg von ASF laden zur Vortragsreihe “Gesellschaft und Antisemitismus” ein, bei der wir in 9 Vorträgen einen Gesamteindruck über die theoretischen Hintergründe der Antisemitismusforschung bis hin zu Debatten über aktuelle Phänomene ermöglichen wollen.
17.03. Tom Uhlig
The truth is far more frightening. Nobody is in control. – Antisemitismus und Corona-Verschwörungstheorien
24.03. Luise Henckel
Einführung in die Theorien des Antisemitismus
07.04. Lars Rensmann
Israelbezogener Antisemitismus
14.4. Jeffrey Herf
Kontinuitäten und Brüche in der Geschichte des Antisemitismus
20.4. Nico Bobka
Rassismus und Antisemitismus
28.4. Merle Stöver
Die Achillesferse der Intersektionalität – Überlegungen zu Antisemitismus als blinder Fleck der Intersektionalität
29.4. Martin Lücke
Antisemitismus und Queer
11.5. Linus Pook
Aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus
18.5. Tuija Wigard
Antisemitismus als Motiv im Halle Terroranschlag


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