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SUMMARY:Nazis und der Nahe Osten
DESCRIPTION:Nazis und der Nahe Osten. Wie der islamische Antisemitismus ent
 stand\n1937 kam eine neue Form von Judenhass in die Welt: der islamische A
 ntisemitismus. Dieser kombiniert die antijüdischen Aussagen aus dem Koran
  mit dem verschwörungsbezogenen Antisemitismus der Moderne und kombiniert
  somit die negativsten Judenbilder aus Christentum und Islam. Es handelt s
 ich um eine spezielle Form von Judenhass\, die vor 80 Jahren unter maßgeb
 licher Beteiligung der nationalsozialistischen Propagandaapparate entwicke
 lt und in der arabischen Welt massenhaft verbreitet wurde.\nIn Deutschland
  hat eine Diskussion über diese radikale Variante von Judenhass noch nich
 t einmal begonnen. Der Islam habe mit Antisemitismus nichts zu tun\, heiß
 t es oft beschwichtigend. Dabei hatte gerade Nazi-Deutschland schon in den
  Dreißigerjahren das judenfeindliche Potenzial des Koran entdeckt und fü
 r die eigenen Propaganda in der arabischen Welt instrumentalisiert. Von Ze
 esen\, einem südlich von Berlin stationierten Kurzwellensender\, wurde de
 r islamische Antisemitismus gezielt unter Muslimen verbreitet. Die Radiose
 ndungen wurde zwischen April 1939 bis April 1945 alltäglich auf Arabisch\
 , aber auch auf Persisch und Türkisch ausgestrahlt. So\, wie die Nazis in
  Europa den christlichen Antijudaismus radikalisierten\, so nahmen sie im 
 Nahen Osten den muslimischen Antijudaismus zur Grundlage\, um ihn mit der 
 europäischen antisemitischen Verschwörungstheorie zu verknüpfen.\nIn se
 inem 2019 erschienenen Buch »Nazis und der Nahe Osten. Wie der islamische
  Antisemitismus entstand« beleuchtet der Autor dieses bislang ignorierte 
 Kapitel deutscher Vergangenheit und zeigt auf Basis neuer Archivfunde\, wi
 e sich das Judenbild im Islam unter dem Einfluss einer ausgefeilten arabis
 chsprachigen Radiopropaganda und sonstiger Nazi-Aktivitäten veränderte.\
 nDie Begegnung des Nahen Ostens mit der Nazi-Ideologie war zwar nur kurz\,
  doch sie wirkt bis heute weiter nach. Denn während der Nazi-Antisemitism
 us überall sonst in der Welt diskreditiert war\, konnte er sich in der ar
 abischen Welt als Weltanschauung erhalten. Erst wenn wir begreifen\, wie s
 tark die moderne Nahostgeschichte von den Nachwirkungen des Nationalsozial
 ismus geprägt ist\, werden wir den Judenhass in dieser Region und dessen 
 Echo unter Muslimen in Europa richtig deuten und adäquate Gegenmaßnahmen
  entwickeln können.\nBuchvorstellung online (per Zoom) mit Dr. Matthias K
 üntzel\nDr. Matthias Küntzel\, Politikwissenschaftler und Historiker aus
  Hamburg\, hat die historische Verbindung von Islamismus und Antisemitismu
 s in seinem Buch »Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Kr
 ieg« thematisiert. Dieses Buch erschien in mehreren Sprachen und löste e
 ine internationale Debatte über die Ursprünge des Antisemitismus im Nahe
 n Osten aus. 2004‒2015 war Küntzel externer Associate Researcher beim V
 idal Sassoon International Center for the Study of Antisemitism (SICSA) an
  der Hebrew University in Jerusalem.\nWeitere Informationen unter www.matt
 hiaskuentzel.de\n+++\nZoom-Meeting beitreten\nhttps://us02web.zoom.us/j/81
 020363021...\nMeeting-ID: 810 2036 3021\nKenncode: 196904\n+++\nSiehe auch
 : https://www.facebook.com/events/696627144335530/
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