Israeltag 2019 Schirmherren

Grußwort von S.E. Botschafter Jeremy Issacharoff

S.E. Jeremy Issacharoff, Botschafter des Staates Israel in Deutschland

Liebe Israel-Interessierte, Freunde und Unterstützer,

Shalom!

Der Israeltag wird seit seiner Initiierung 2003 in München u.a. in Stuttgart, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Berlin, Hannover, Bremen und Hamburg begangen. Der Israeltag ist ein wichtiges Ereignis und wird in seinen bisher 16 Jahren in mehr als 70 deutschen Städten und Orten durchgeführt. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: Israel hat durch die vielen Informationsstände, Veranstaltungen, Vorträge, Konzerte und Feste am Israeltag nicht nur in den Hauptstädten, sondern auch in vielen kleineren Städten und Ortschaften, im öffentlichen Raum und in Fußgängerzonen, für diesen einen Tag seinen Platz gefunden. Ich bin überzeugt davon, dass es in diesem – so wie in jedem Jahr – ein beeindruckendes Programm, ein überzeugendes Konzept und eine breite und interessierte Öffentlichkeit geben wird.

Als Botschafter des Staates Israel in Deutschland weiß ich wie wichtig die Begegnung zwischen Menschen vor Ort, der Austausch zwischen Teilnehmern und Passanten mit Israel-Kennern und Aktivisten ist, um sich über ein breites Spektrum an Aspekten über Israel auszutauschen und nicht zuletzt, um die Vielfalt Israels zu präsentieren und damit die deutsch-israelische Freundschaft mit Leben zu füllen. Auch deshalb sind Israeltage so wichtig und es macht mich stolz, die Schirmherrschaft auch in diesem Jahr wieder übernehmen zu können.

Mein Dank gilt den vielen Einzelpersonen, Organisationen und Institutionen für ihr Engagement und ihren Enthusiasmus bei der Vorbereitung und Durchführung. Durch Ihre Arbeit machen Sie die zahlreichen Begegnungen möglich und tragen so maßgeblich dazu bei, den gegenseitigen Dialog zu befruchten und unsere bilateralen Kooperationen weiter auszubauen. Ein so großes Netzwerk an aktiven Unterstützern lässt mich sehr optimistisch in die Zukunft blicken.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen herausragenden und bereichernden Israeltag!

Jeremy Issacharoff

Grußwort von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (Zentralrat der Juden/Thomas Lohnes)

Liebe Freundinnen und Freunde Israels,

der 14. Mai, der Gründungstag Israels, ist immer ein wunderbarer Anlass, ein Zeichen von Verbundenheit mit dem jüdischen Staat zu setzen. Israel feiert seinen 71. Geburtstag – und wir sind gerne mit dabei! Es ist mir daher eine große Freude, in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft für den bundesweiten Israeltag zu übernehmen.

Auch mehr als 70 Jahre nach seiner Gründung 1948 bedarf Israel unserer Solidarität. Umso mehr in Zeiten, in denen das Verständnis für die Situation des jüdischen Staates hierzulande nicht mehr selbstverständlich ist. Einseitige und ungerechtfertigte Kritik am jüdischen Staat finden Gehör nicht nur bei offenen Antisemiten, sondern auch bei Menschen, die nicht differenzieren oder sich nicht die Zeit nehmen, sich ausführlich zu informieren. Ich freue mich daher sehr darüber, dass ILI auch 2019 wieder auf den Straßen aktiv wird, um fundierte Kenntnisse über Israel zu vermitteln. Es ist jedes Jahr schön zu sehen, wie freiwillige Helfer in verschiedenen deutschen Städten unter großem persönlichen Einsatz für Israel werben.

Die Sicherheit Israels ist Deutschlands Staatsräson – so formulierte es Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch leider beteiligt sich auch Deutschland an einem Phänomen, das viele zu Recht beklagen: Das antiisraelische Abstimmungsverhalten in Gremien der Vereinten Nationen. Im Jahr 2018 hat die Vollversammlung der UN insgesamt 26 Resolutionen verabschiedet, in denen Staaten verurteilt wurden. 21 dieser Beschlüsse richteten sich dabei gegen die Politik Israels. Iran, Nordkorea und Syrien, also Diktaturen, in denen seit Jahren schwerste Menschenrechtsverletzungsverletzungen zu beklagen sind, wurden jeweils nur einmal verurteilt! Mich würde es freuen, wenn Deutschland seinen Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat (von 2019 bis 2020) dazu nutzen würde, dass sich dieses einseitige Vorgehen gegen Israel ändert.

Um noch einmal den Iran und Syrien zu erwähnen: Die proiranische Hisbollah-Miliz, die sich im Sinne des islamistischen Regimes in Teheran die Vernichtung Israels auf ihre Fahnen geschrieben hat, versucht auch in Syrien verstärkt Fuß zu fassen. Was dies bedeutet, bleibt abzuwarten. Doch auch in Deutschland sollte die Hisbollah als Gesamtes endlich als Terrororganisation eingestuft werden.

Wir sind solidarisch mit dem jüdischen Staat und seiner Bevölkerung – was nicht bedeutet, dass wir die Politik der jeweiligen Regierung in Jerusalem blind unterstützen. In diesem April finden in Israel Parlamentswahlen statt. Völlig unabhängig von den Mehrheitsverhältnissen in der Knesset und davon, welche Partei den Ministerpräsidenten stellt, bleibt das Land, in dem unsere Vorfahren schon vor mehreren Tausend Jahren lebten, eine ständige Quelle für Inspiration und eine Heimstätte für Juden weltweit.

Parallel zum Geburtstag des jüdischen Staates findet vom 14. bis 18. Mai 2019 der Eurovision Songcontest in Israel statt. Das wird sicherlich ein Fest der Freude und der Vielfalt.

In diesem Sinne wünsche ich dem jüdischen Staat Sicherheit und Frieden – und allen Teilnehmern einen friedlichen Israeltag mit vielen fruchtbaren und zielführenden Gesprächen!

Herzliche Grüße

Dr. Josef Schuster

 

 

 

 

 

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