Französischer Konsulatsmitarbeiter des Waffenschmuggels verdächtigt

Israel hat im vergangenen Monat zwei Mitarbeiter des französischen Konsulats in Ostjerusalem festgenommen. Wie der Inlandsgeheimdienst Schabak mitteilte, stehen ein Fahrer und ein Sicherheitsbeamter unter dem Verdacht, Waffen für die Hamas in einem Fahrzeug mit Diplomaten-Kennzeichen geschmuggelt zu haben. Dem französischen Fahrer Romain Franck wird vorgeworfen, rund 70 Pistolen und zwei Sturmgewehre aus dem Gazastreifen in das Westjordanland transportiert zu haben. Bei dem festgenommenen Sicherheitsbeamten handelt es sich um einen Palästinenser, der für die Franzosen arbeitet und in Ostjerusalem lebt. Laut Schabak waren Franck und der Sicherheitsbeamte Teil eines größeren palästinensischen Netzwerkes, das die Waffen durch den Eres-Grenzübergang schmuggelten. Fahrzeuge mit diplomatischen Kennzeichen werden beim Grenzübergang deutlich weniger gründlich untersucht. Die französische Botschaft in Tel Aviv kooperiert mit den israelischen Behörden. “Wir nehmen diesen Fall sehr ernst und stehen im engen Austausch mit den Behörden”, teilte die Botschaft mit. Noch ist unklar, wo Franck verurteilt und seine Strafe absitzen soll, in Israel oder in Frankreich. Der israelische Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT), Joav Mordechai, bezeichnete den Vorfall als “zynische und niemals endende Ausbeutung von humanitärer und internationaler Hilfe durch terroristische Infrastruktur”. Außenamtssprecher Emmanuel Nahshon sagte, dass nicht zum ersten Mal Diplomaten ihre Immunität für Waffenschmuggel missbraucht hätten. (Israelnetz, tachles, JPost) TS

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