Kommentar von Sacha Stawski

Die Situation im Norden Israels ist weiter gespannt. Doch gibt es ausreichend Gründe überzeugt zu sein, dass niemand (!) Interesse an einem All-Out-Krieg hat. Israel muss auf der einen Seite Stärke beweisen und frühzeitig zu starke militärische Aufrüstung und (Iranische) Truppenbewegungen einschränken. Gleichzeitig ist dies aber als Selbstverteidigung und als deutliche Warnung zu verstehen – nicht als Kriegserklärung! Im Gegenteil, es geht viel eher darum einen Krieg zu verhindern!
Im Süden ist es vor allem die Hamas, die die eigene Bevölkerung weiter in Schach hält und dieser immense Schäden zuführt. Zum zweiten Mal wurde eine Lebensader des Gazastreifens und notwendige Infrastruktur in Brand gesteckt. So wurde der letzten Warenübergang, der Kerem Schalom-Übergang von Israel nach Gaza nun auch völlig zerstört. Damit ist unklar, auf welchem Weg künftig die zwei Millionen Bewohner des Küstenstreifens mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Waren versorgt werden können. Doch der Hamas kommen zivile Opfer und ziviles Leid gerade recht. So wird das Leid in der Bevölkerung nicht nur zur Stimmungsmache gegen Israel benutzt, sondern vor allem auch wird das Leid hinterher medial gegen Israel ausgeschlachtet.
Doch nochmals zur Betonung, weil es mit Sicherheit anders berichtete werden wird: Nicht Israel ist schuld, dass diese temporäre Schließung nun notwendig geworden ist, sondern diejenigen, die für die Angriffe und Zerstörung der Infrastruktur verantwortlich sind – also die Hamas!
Ähnlich verhält es sich mit den Terrortunneln, von denen die IDF erfreulicherweise gerade zum neunten Mal wieder einen “wundersam” zerstört hat, bevor der Tunnel für Terrorzwecke zum Einsatz kommen konnte: Mit dem Geld und den Baumaterialien, die zum Bau dieser Terrorinfrastruktur verschwendet wurden, hätte sehr viel Gutes für die Bevölkerung in Gaza getan werden können. Gleichwohl richten sich die weltweiten Proteste und Verurteilungen nicht gegen die wahren Verursacher des Leids in Gaza, sondern immer wieder nahezu ausschließlich gegen Israel, ins besondere auch in Zusammenhang mit der Berichterstattung und Kommentierung in Zusammenhang mit den Jubiläumsfeierlichkeiten für Israels 70. Jubiläum. So schreibt Sawsan Chebli auf Twitter zum Beispiel von der Verwirklichung eines “Traums für viele Israelis”, während “für viele Palästinenser die Realität zum Albtraum wird“; eine Klischee-Formulierung mit der man sicher nicht das Miteinander in der Realität fördert, wie Jörg G. richtig feststellt.
Doch bei alledem gibt es auch immer wieder viele Gründe für Hoffnung, die in der oft katastrophalen, extrem selektiven und einschlägigen Berichterstattung hierzulande zumeist untergehen: egal ob in Zusammenhang mit Israels Eurovision Sieg, der hierzulande zu einem Politikum gemacht wird; die “zufälligen” Zusammentreffen Netanjahus mit diversen Arabischen Botschaftern; die Tweets aus dem Bahrainischen Außenministerium; die zunehmende Kritik Arabischer Länder an der Palästinensischen Friedenunwilligkeit; die Erkenntnis, dass die von den Iranischen Mullahs ausgehende Bedrohung mehr eint, als die mutmaßlich über Jahrzehnte aufgebaute Feindschaft; genauso wie die Avancen des Saudischen Prinzen und Anderer in Richtung Israel, gepaart mit der Akzeptanz Israels Recht – nicht nur auf Selbstverteidigung – sondern auch das Recht überhaupt als Jüdischer Staat zu existieren – etwas, was zuvor keineswegs akzeptiert wurde. Auch aus anderen Bereichen, wie der Welt der Innovationen, der Wissenschaft, der Start-Up Szene, usw. bleibt Israel seiner Vorreiterrolle weiter treu; ein nur 70 Jahre junger Staat, der allen Grund hat stolz zu sein und mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken!

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