Taubenmist düngte die Wüste

Byzantinischer Taubenmist begrünte den Negev. Archäologen der Universität von Haifa haben in den alten Siedlungen Shivta und Sa’adon sehr kleine und zierliche Taubenknochen ausgegraben. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Tauben hauptsächlich zur Produktion von Düngemitteln herangezogen wurden, um den landwirtschaftlichen Erfolg im trockenen Negev zu steigern. “Die Taubenknochen, die wir gefunden haben, sind viel kleiner als die von Tauben, die für die Fleischindustrie gezüchtet wurden”, schrieben die Forscher. “Die Rolle des Menschen beschränkte sich hauptsächlich auf den Schutz der Vögel.” Aufgrund ihrer geringeren Körpergröße lieferten die Vögel nicht nur weniger Fleisch, sondern hatten auch einen schnelleren Stoffwechsel, so dass mehr Kot im Verhältnis zur Futtermenge produziert wurde. Taubenkot spielte eine wichtige Rolle in der Negev, um “Lössboden” zu düngen – ein schluffiges Sediment, das durch die Ansammlung von durch Wind verwehtem Staub gebildet wird und somit für eine intensive Landwirtschaft geeigneter ist. Das Forschungsteam wurde von Nimrod Marom von der Universität Haifa und dem Tel Hai College in Zusammenarbeit mit Prof. Guy Bar-Oz und Yotam Tepper von der Universität Haifa und Baruch Rosen vom Volcani Agricultural Research Center in Rishon LeZion geleitet. (i21c) EL

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