#LetThereBeLight: Gedenken an die Novemberpogrome 1938

#LetThereBeLight: Gedenken an die Novemberpogrome 1938

#LetThereBeLight: Gedenken an die Novemberpogrome 1938

Datum/Zeit

09.11.2020
00:00 - 23:59




Beschreibung

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt und March of The Living kooperieren in einer globalen interreligiösen Initiative zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938
#LetThereBeLight

  • # Die LetThereBeLight-Kampagne wird Menschen aller Religionen aus aller Welt dazu einladen, ihre Häuser, Institutionen und Gotteshäuser zu beleuchten
  • Die Frankfurter Hauptsynagoge – die Westendsynagoge – wird angestrahlt, ebenso wie andere religiöse Einrichtungen auf der ganzen Welt
  • Persönliche Gebete und Botschaften aus der virtuellen Kampagne werden auf die Klagemauer in Jerusalem projiziert

Am 9. November 1938 begann ein zweitägiges Pogrom, in dessen Verlauf die Nazis in der sogenannten „Kristallnacht“ mehr als 1.400 Synagogen, jüdische Einrichtungen und Friedhöfe, sowie Geschäfte in Deutschland und Österreich in Brand steckten oder verwüsteten. Ungefähr 400 Menschen wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. 30.000 jüdische Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt, Hunderte wurden dort ermordet oder kamen zu Tode. Dies war ein entscheidender Moment im Verlauf der Ereignisse, die zum Holocaust führten.

Am 9. November 2020 werden die Jüdische Gemeinde Frankfurt und March of the Living anlässlich der Pogromnacht 1938 im Rahmen einer internationalen Initiative Menschen aus der ganzen Welt dazu aufrufen, eine Botschaft der Solidarität und des gemeinsamen Engagements Diskriminierung und Hetze auszusenden.
Als Symbol im gemeinsamen Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus, Hass und Intoleranz werden weltweit Gotteshäuser beleuchtet werden. Die Frankfurter Hauptsynagoge, die als eine der wenigen Synagogen im Novemberpogrom nicht zerstört wurde, wird angestrahlt und das Bild wird ebenso auf die Klagemauer in Jerusalem projiziert wie die persönlichen Botschaften und Gebete aus der virtuellen Kampagne.

Gleichzeitig wird eine virtuelle Kampagne unter dem Titel „Es werde Licht“ gestartet und Menschen aus der ganzen Welt sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Personen aller Religionen und Kulturen sind eingeladen, persönliche Botschaften der Hoffnung in ihren eigenen Worten auf der Website der Kampagne zu verfassen:
www.motl.org/let-there-be-light

Die Präsidentin des »March of the Living«, Phyllis Greenberg Heideman, und der Weltvorsitzende des »March of the Living«, Shmuel Rosenman, betonten: »Wir müssen der Welt mit unserer Stimme sagen, dass Angriffe auf Juden und Nichtjuden gleichermaßen, sei es aus Gründen der Religion, der Rasse, der Hautfarbe oder des Glaubens, unentschuldbar sind.«

Salomon Korn, Vorsitzender des Vorstands der Jüdischen Gemeinde Frankfurt erklärte, dass mit der Aktion das Bewusstsein gegen wachsende Diskriminierung und Intoleranz geschärft und »das Licht der Menschlichkeit in diesen schwierigen Zeiten zum Vorschein« gebracht werden solle.

Der frühere israelische Oberrabbiner Israel Meir Lau verwies darauf, dass die Nationalsozialisten eines gewusst hätten: Wenn sie einen Juden verletzen wollten, müssten sie die Synagoge verletzen. Wenn die Gebäude jetzt in der Nacht auf den 9. November erleuchtet würden, zeige das, dass Juden nicht nur mit der Vergangenheit und der Erinnerung zu tun hätten, sondern mit Hoffnung für eine »schöne lichterfüllte Zukunft«.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Antisemitismus und Rassismus und angesichts von Covid-19, werden diese individuellen Ausdrucksformen von Optimismus und Einheit dazu beitragen, die Welt gegen Dunkelheit und Hass zu erhellen.

Der »March of The Living« (»Marsch der Lebenden«) ist ein internationales Bildungsprogramm. Nach Veranstalterangaben haben bislang mehr als 300.000 Teilnehmer aus 52 Ländern die Route des Marsches entlang der 3,2 Kilometer langen Eisenbahnschienen von Auschwitz nach Birkenau zurückgelegt. Wegen der Corona-Pandemie fand der Marsch in diesem Jahr erstmals nicht statt

motl.org/let-there-be-light

Dr. Shmuel Rosenman, Chairman

Rabbi Israel Meir Lau, Chief Rabbi Tel Aviv-Yafo

Phyllis Greenberg Heideman, President



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