Außenminister Maas lehnt Charakterisierung Israels als Apartheid-Regime ab

Der neue deutsche Außenminister Heiko Maas hat sich erneut von der anti-israelischen Rhetorik seines Vorgängers distanziert und erklärt, er lehne es ab, den jüdischen Staat als “Apartheid-Regime” zu bezeichnen. “Außenminister Maas hat noch nie eine solche Erklärung abgegeben und wird dies auch in Zukunft niemals tun”, sagte eine Sprecherin des Ministeriums gegenüber der Jerusalem Post. Anfang dieses Monats versprach Maas verbesserte deutsch-israelische Beziehungen, offenbar als Antwort auf die Amtszeit seines Vorgängers Sigmar Gabriel, der Israel im Jahr 2012 während eines Besuchs in Hebron ein “Apartheid-Regime” nannte und den Vorwurf Mitte Dezember 2017 bei einem Treffen mit muslimischen Migranten in Berlin wiederholte. Das Treffen gegen Antisemitismus wurde organisiert, nachdem israelische Flaggen als Reaktion auf die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt verbrannt worden waren. Während er über die Kritik an Israel diskutierte, erzählte Gabriel den jungen Leuten, dass sein Besuch in Hebron vor einigen Jahren ihn daran erinnerte, “was während der Apartheid gesehen wurde”. Maas, wie Gabriel Mitglied der SPD, sagte nun: “Die deutsch-israelische Geschichte ist für mich persönlich nicht nur eine historische Verantwortung, sie stellt auch eine tiefe Motivation in meinen politischen Entscheidungen dar.” Er fügte hinzu: “Ich bin nicht aus Respekt vor Willy Brandt oder der Friedensbewegung in die Politik gegangen. Ich bin wegen Auschwitz in die Politik gegangen.” Antisemitismus-Experten sehen den Vergleich Israels mit dem ehemaligen Apartheidregime in Südafrika als Ausdruck eines zeitgenössischen Antisemitismus. “Indem Sigmar Gabriel fälschlicherweise behauptet, Israel sei ein Apartheidstaat, leugnet er seine demokratische Grundlage, die seit seiner Gründung ein zentraler Grundsatz der israelischen Staatlichkeit ist, und legitimiert ungerechte Angriffe auf den jüdischen Staat für Sünden, die regelmäßig von allen seinen Nachbarn begangen werden, aber nicht von Israel”, sagte Dr. Efraim Zuroff, Leiter des Jerusalem-Büros des Simon-Wiesenthal-Zentrums. (JPost) TS

Alle Beiträge zur Kategorie: Politik

Politik

Hamas Führer dankt dem Iran für Langstreckenraketen

Hamas Führer dankt dem Iran für Langstreckenraketen

Der Hamas-Führer Yahya Sinwar dankte dem Iran, dass er seiner Terrorgruppe die Fähigkeiten gegeben hat, bis tief nach Israel Raketen ...
Weiterlesen …
Deutsch-Israelische Beziehungen

Deutsch-Israelische Beziehungen

Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem hat zu einer spannenden Konferenz über Deutsch-Israelische Beziehungen geladen. Leider wurden beim historischen Überblick viele problematische ...
Weiterlesen …
Israels Staatspräsident reagierte bestürzt auf deutsche Kippa-Warnung

Israels Staatspräsident reagierte bestürzt auf deutsche Kippa-Warnung

Israels Staatspräsident hat bestürzt auf den Rat des Antisemitismusbeauftragen der Bundesregierung reagiert, Juden sollten sich in Deutschland nicht mit der ...
Weiterlesen …
UNO-Gesundheitsorganisation verurteilte Israel

UNO-Gesundheitsorganisation verurteilte Israel

Die UNO-Gesundheitsorganisation (WHO) in Genf verurteilte allein Israel wegen mangelnder Gesundheitsversorgung in den so bezeichneten "besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalem, ...
Weiterlesen …
Schleswig-Holsteinische CDU-Fraktion besucht Israel

Schleswig-Holsteinische CDU-Fraktion besucht Israel

Die CDU-Landtagsfraktion von Schleswig-Holstein besuchte Israel vom 19. bis zum 23. Mai. Nach Angaben des Parlamentarischen Geschäftsführers Hans-Jörn Arp waren ...
Weiterlesen …

Fischereizone erweitert und erneut reduziert

Die Fischereizone vor der Küste des Gazastreifens ist auf 15 nautische Meilen erweitert worden. Das gab am Dienstag Generalmajor Kamil ...
Weiterlesen …
Berliner Senat: EUR 96.000 für “kulturelle Intifada”?

Berliner Senat: EUR 96.000 für “kulturelle Intifada”?

Das renommierte Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) in Berlin will mit dem umstrittenen Berliner Theatermacher Ahmed Shah zusammenarbeiten. Shah war 2016 ...
Weiterlesen …
Neue Forschung zum Völkermord an den christlichen Armeniern

Neue Forschung zum Völkermord an den christlichen Armeniern

Ende April forderten die israelischen Gesetzgeber erneut die offizielle Anerkennung des Völkermords an den Armeniern. Yair Lapid, Co-Vorsitzender der zweitgrößten ...
Weiterlesen …
Anzeige:
Anzeige:

Weiterlesen

Translate »

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen