Deutsches Problem – Israelische Lösung

2006 war der Juli in Deutschland laut Jörg Kachelmann noch mal zwei Grad wärmer als der Juli 2018. Aber das Land befand sich kollektiv im WM-Traum “Sommermärchen”, die Flüsse führten genug Wasser und alle freuten sich über die Wärme. Das eigentliche Problem ist aktuell denn auch laut Kachelmann nicht die Hitze, sondern die Dürre: “Die Temperaturen bis heute wären ein Garant für Rekordernte in fast allen Bereichen, hätte es im ganzen Land immer wieder mal geregnet.” In Israel kennt man nicht nur das Problem, sondern auch die Lösung. Ingo Way führte dazu für die Jüdische Allgemeine ein Interview mit Uri Yermiyahu, dem Experten für Wasser- und Bodenkunde am Volcani Center, Israels Agrikulturforschungszentrum:

“Wenn Technologie und Know-how da sind – warum macht die deutsche Landwirtschaft keinen Gebrauch davon?

Bis jetzt war das nicht nötig, da es in Europa viel Niederschlag gibt. Wenn es jetzt eine Reihe trockener Sommer gibt, könnte sich das ändern. Das kostet natürlich Geld. Dann muss die fachgerechte Anwendung erlernt werden. Vielleicht gibt es auch Widerstände, indem man sagt: Wir haben das seit Generationen so und so gemacht, warum sollen wir das jetzt ändern?

Solche Widerstände gab es in Israel doch auch nicht …
Wir betreiben ja auch erst seit wenigen Generationen Landwirtschaft und mussten alles ganz neu lernen. In Europa gibt es ältere Traditionen und Gewohnheiten.” (JA, t-online)

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