Gemeinsame israelisch-palästinensische Landwirtschaftsprojekte

Ein experimentelles zweijähriges Trainingsprogramm im Norden Israels unterstützt israelische und palästinensische Bauern, die zusammenarbeiten wollen. “Am ersten Tag eines Pilotprogramms, bei dem israelische und palästinensische Bauern zusammenkamen, die an gemeinsamen landwirtschaftlichen Projekten interessiert waren, saß jede Bevölkerungsgruppe argwöhnisch auf gegenüberliegenden Seiten des Raumes. Die größte Herausforderung bestand darin, unsere Vorstellungen vom ,Anderen’ zu überwinden”, sagt Silvana Nahmad, Direktorin für Europa- und Mittelmeerangelegenheiten bei GIMI. Das Programm wird von der Europäischen Union finanziert und in Zusammenarbeit mit einer Stiftung entwickelt, die es vorzieht, nicht identifiziert zu werden. 10 israelische und 15 palästinensische Teilnehmer im Alter zwischen 23 und 50 lernen hier zu kooperieren. Die Bewerber mussten mindestens einen Bachelor-Abschluss in Landwirtschaft oder in einem verwandten Bereich wie Wassermanagement haben sowie die Bereitschaft, über einen Zeitraum von zwei Jahren zusammenzuarbeiten. Jeder Palästinenser und jeder Israeli, die einen genehmigten gemeinsamen Geschäftsplan vorlegen, erhält von der EU eine Startbeihilfe in Höhe von EUR 20.000 und zusätzlich finanzielle Unterstützung und professionelles Mentoring. Im letzten Sommer gab GIMI jordanischen, palästinensischen und israelischen Olivenölproduzenten einen Ausbildungskurs, in dem Bauern aus den Territorien der Palästinensischen Autonomie für den Anbau von Avocados für den Export unterrichtet wurden, und begann mit der Planung eines Tele-Kurses für Computeringenieure in Gaza, von denen erwartet wurde, dass sie bei israelischen Unternehmen als Offshore-Bauunternehmer sehr gefragt sind. (israel21c) EL

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