Lea Fleischmann erhält Bundesverdienstkreuz
Die Autorin Lea Fleischmann wird mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die in Jerusalem lebende deutsch-israelische Schriftstellerin erhält die Auszeichnung für ihre jahrzehntelangen Bemühungen um deutsch-jüdische und deutsch-israelische Beziehungen. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes wird im Oktober in der deutschen Botschaft in Tel Aviv stattfinden. Fleischmann wurde 1947 als Kind von Holocaust-Überlebenden in einem Lager für „Displaced Persons“ in Ulm geboren. Im Jahr 1980 erschien ihr Buch „Dies ist nicht mein Land. Eine Jüdin verlässt die Bundesrepublik“. Es avancierte zum Bestseller und entfachte in Deutschland eine breite Diskussion. Zeitgleich emigrierte Fleischmann mit ihren zwei Kindern nach Israel, wo sie seitdem lebt. Dort schrieb sie zahlreiche Bücher auf Deutsch, aus denen sie regelmäßig auf Lesereisen in Deutschland vorlas. 2006 kam ihr Buch „Meine Sprache wohnt woanders. Gedanken zu Deutschland und Israel“ heraus, das sie zusammen mit Chaim Noll veröffentlichte. Ihr letztes Buch „Heiliges Essen“ über die Bedeutung von Kaschrut erschien 2009. Seit einiger Zeit organisiert Lea Fleischmann Veranstaltungen zur Einführung in das Judentum an deutschen Gymnasien. (Tachles, Jüd.Allg.)TS