Stammzellen reparieren durchtrennte Rückenmarkstränge

Wirbelsäulenverletzungen können zu irreversiblen Lähmungen führen, wenn Nervenzellen beschädigt werden, die für die Kommunikation zwischen anderen Nerven verantwortlich sind. Forscher unter der Leitung von Prof. Shulamit Levenberg, der Dekanin der Fakultät für Biomedizinische Technik am Technion in Haifa, und Prof. Daniel Offen von der medizinischen Fakultät in Tel Aviv entwickelten eine Methode zur Reparatur des geschädigten Rückenmarks. Zuerst isolierte man reife Stammzellen aus dem Mund, weil diese relativ einfach zu entnehmen sind. Die zweite Stufe war das von Levenberg entwickelte Tissue Engineering. Dabei wurden die Stammzellen auf ein dreidimensionales Gerüst gelegt, eine Art Skelett aus organischen Materialien, auf dem sich das Gewebe entwickeln kann. Dieses Gerüst leitet die Wachstumsrichtung und verleiht dem Gewebe die richtige Balance zwischen Flexibilität und Steifheit. Die dritte Phase nutzt Prof. Offens Forschungen: die Zellen werden mit Wachstumsfaktoren infundiert, die sie dazu bringen, Proteine abzusondern, die eine erneute Produktion von Neuronen unterstützen. In der vierten Phase werden die Gewebeteile implantiert. Rund 60 Tage später ist das Gerüst abgebaut und verschwindet. Die Implantation führt zu einer allmählichen Wiederherstellung des durchtrennten Rückenmarks, einem erneuten Wachstum der Neuronen und Zellen und der Vorbeugung von Narbengewebe. Die Auswirkungen eines vollständig durchtrennten Rückenmarks sind noch nie zuvor umgekehrt worden. Der Prozess stellte die Koordination, die motorischen Fähigkeiten und die Gehfähigkeit bei 42% der Testratten innerhalb von drei Wochen wieder her. (sagol.tau,haaretz) EL

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